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Der Doppel-Wumms von Potsdam

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Die 44. Jam-Session in Potsdam hatte eine Besonderheit – es waren gleich zwei Kontrabässe am Start. Die Jam, immer am letzten Mittwoch im Monat, ist in einem indischen Restaurant beheimatet mit exzellenter Getränkeversorgung. Da die normalen Gäste noch die Außengastro genossen, waren wir ziemlich ungestört im Untergeschoss. Nach der stark besuchten Jam im Juli wurde eher mit geringer Beteiligung gerechnet und vereinbart, mal anspruchsvollere Stücke anzuspielen, die schon eher in gut eingespielten Jams zu finden sind. Dann wurden es jedoch mit 11 Personen dennoch eine nicht ganz so kleine Runde … trotzdem gab es viele komplexe und neue Stücke auf hohem Niveau.   Der Raum selber hat schon eine recht anspruchsvolle Akustik, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Und es gab zwei Double Bass – Fluch oder Segen? Ich weiß es nicht. Einerseits machte es mir der Gesamtbass schwer, in den richtigen Groove einzusteigen. Beide Bassisten haben mit ihrem Können nicht hinter dem Berg gehalte...

Das Banjoree ... die Blue Ridge Mountains im Wendland

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Die Proitzer Mühle ist ein alternativer Seminarhof im Wendland. Neben vielen (auch musikalischen) Veranstaltungen beherbergt er einmal im Jahr im Spätsommer das Banjoree, in diesem Jahr in der 20. Auflage. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf ca. 120 beschränkt, die Zimmer, der Schlafboden und der Zeltplatz waren auch in diesem Jahr wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Böse Zungen behaupten, viele nähmen nur wegen des hervorragenden Essens am Banjoree Teil … aber das ist nur ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Das Konzept ist: Jammen bis der Arzt kommt. Für den, der unbedingt möchte, werden viele interessante kostenfreie Workshops angeboten – nicht nur für das Banjo. Musikalisch geht es Hauptsächlich um Bluegrass und Oldtime, aber auch Country, Swing, Folk und sonstiges abgedrehtes Zeug findet seine Nische (ich sage nur: mechanische trommelnde Hunde). Das Können der Teilnehmer geht von blutigen AnfängerInnen bis hin zu Profis … und alle kommen friedlich miteinander aus und spiel...

Sverige Dag 14-15:Das Banjoree ruft

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Jetzt steh ich hier an der Fähre Richtung Travemünde und meine Schweden–Musik–Reise ist zu Ende. Ich bin noch in zwei kleinen Abschnitten von Grenna nach Trelleborg gereist, mit einem schönen Stop an der Ostsee mit Blick auf die Öresund Brücke. Hat es sich gelohnt? Die Antwort ist ganz klar: ja. Beim nächsten Mal würde ich sie etwas anders planen mit der Erfahrung, die ich diesmal gemacht habe. Ich habe viel schöne Musik gehört, viel schöne Musik gemacht und tolle Leute kennengelernt. Wenn es im nächsten Jahr mit dem Banjoree zusammen wieder so günstig liegt, bin ich versucht, die Reise erneut anzutreten. Auf geht’s über die Ostsee zum Banjoree nach Proitze.   Grassige Grüße Wolfram

Sverige Dag 13: Vom Grenna Bluegrass Festival & Deaf sound engineers

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Nun ist er da, der Tag: Das Grenna Bluegrass Festival (gegründet 1978). Für 45€ Eintritt gibt es 14 Bands in 11 Stunden auf zwei Bühnen verteilt. Doch vor der Musik gibt es… den Aufstieg. Zuerst mit dem Fahrrad schon einige Höhenmeter Richtung der Kirche in Grenna gemacht, dann das Fahrrad daneben in dem Park abgeschlossen und die circa 160 Stufen hoch zum Freilichtmuseum. Auf halbem Weg spielte schon eine Bluegrass Band, es gab kostenfreies Wasser und einige Ruhebänke mit Decken und Kissen ausgestattet. Ich musste den Weg zweimal machen, da ich noch einige Sachen aus dem JamMobil geholt habe. Ich meinte gelesen zu haben, dass es starke Taschenkontrollen geben sollte – man konnte aber alles mit reinschleppen, von Sekt-Flaschen über Esswaren bis zu Stühlen. Es sind zwar Stühle vorhanden, aber eher für die Hauptbühne und so habe ich noch für die Nebenbühne meinen Falthocker geholt. Von dem Plateau hat man einen wunderschönen Ausblick über den Vättern See und über Grenna. Musikalisch war...

Sverige Dag 9-12: Grenna Bluegrass Academy

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Erstmal vorweg: Irgendwie habe ich mit meinem Stellplatz nicht den richtigen Ort erwischt. Ich bin auf dem Campingplatz „First Grenna Camping“ ganz weit hinten, da das JamMobil kurz ist und keinen Strom braucht. Leider habe ich übersehen, dass es extrem weit weg ist zu den Sanitäreinrichtungen und auch den Hütten, wo in den letzten Tagen gejammt wurde. Die Nacht hier auf dem Camping-Ground kostet als billigste Variante unglaubliche 50 € – da freue ich mich auf das günstige Festival nächste Woche in Proitze. Und somit ist es hier teurer als in Stockholm – und der einzige Unterschied: Es gibt Papierhandtücher im Waschraum, und das Klopapier ist weicher. Ansonsten haben die hier ein echtes Reinigungsproblem. Und da sich gerade der Campingplatz für das Festival füllt, wird es wohl die nächsten Tage noch unangenehmer werden. Um ehrlich zu sein, natürlich ist hier der See direkt vor der Tür. Beim nächsten Mal würde ich mich auf dem Stellplatz vor dem Campingplatz einmieten. Das kostet nur di...

Sverige Dag 5-8: Kraft schöpfen für Grenna

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Was ist in den letzten Tagen passiert … eigentlich nicht viel – ab Morgen gehen die 17 Stunden Jams in Grenna los (von 0-7 Uhr ist laut Ordnung Ruhe auf dem Platz :) und davor brauchte ich noch etwas Erholung. Freitag ging es erstmal mit dem Fahrrad ein bisschen nach Stockholm rein. Abends dann mit der Subway in die Stockholmer Innenstadt in den O’Connells Irish Pub zur Swing Grass Society – Bluegrass gemischt mit Swing und Pub-Musik. Ein sehr unterhaltsamer Abend mit einem Ohrwurm: Purple Rain in einer Country/Bluegrass Version … das Stück werde ich definitiv weiterverfolgen. Samstag leichtes ausradeln am Malärsee … eine wunderschöne Landschaft. Hier bin ich leider bei meiner Kaffee-Bestellung gescheitert – meine Visa-Karte wurde nicht genommen. Danach … chillen, wie man neudeutsch sagt. Sonntag bin ich 1/3 des Weges Richtung Grenna gefahren bis nach Oxelösund mit einem kostenfreien Stellplatz direkt mit Blick aufs Wasser. Leichtes Mandolinen-Training, sonst chillen. Montag das nä...

Sverige Dag 4: Eine Dobro namens Ove …

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Nachtrag zu gestern: Als grade Banjo-Yves aus Berlin den Begriff „Schwedische Gardinen“ kommentiert hat, fiel mir eine wichtige gestrige Erkenntnis ein. Als ich im Vitabergsparken im Kajsas i Parken meinen Kaffee schlürfte, viel mir folgendes Schild am Ausgang auf: No Alkohol beyond this Point! Und tatsächlich, das Trinken von Alkohol ist in Schweden in der Öffentlichkeit außerhalb von gastronomischen Einrichtungen erstmal prinzipiell verboten, bis auf ausgeschilderte Ausnahmen. Allerdings scheinen das die Schweden nicht wirklich ernst zu nehmen – es sei denn, sie hören eine Polizeisirene ;) Und nicht zu vergessen: Natürlich ist der „Dusty Boxcar“-Train durch den Vitabergsparken gerollt – Mission Accomplished! Ja, und es ist wieder zu kalt und zu windig, um schwimmen zu gehen – morgen aber ganz bestimmt. Da ja heute Nachmittag noch eine Jam angesetzt ist, begnüge ich mich heute Morgen wieder mit einem leichten Tune-Training. Netterweise bin ich von Dobro-Banjo-Ove zu einer kleinen Ja...