Das Banjoree ... die Blue Ridge Mountains im Wendland

Die Proitzer Mühle ist ein alternativer Seminarhof im Wendland. Neben vielen (auch musikalischen) Veranstaltungen beherbergt er einmal im Jahr im Spätsommer das Banjoree, in diesem Jahr in der 20. Auflage. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf ca. 120 beschränkt, die Zimmer, der Schlafboden und der Zeltplatz waren auch in diesem Jahr wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Böse Zungen behaupten, viele nähmen nur wegen des hervorragenden Essens am Banjoree Teil … aber das ist nur ein sehr angenehmer Nebeneffekt.

Das Konzept ist: Jammen bis der Arzt kommt. Für den, der unbedingt möchte, werden viele interessante kostenfreie Workshops angeboten – nicht nur für das Banjo. Musikalisch geht es Hauptsächlich um Bluegrass und Oldtime, aber auch Country, Swing, Folk und sonstiges abgedrehtes Zeug findet seine Nische (ich sage nur: mechanische trommelnde Hunde). Das Können der Teilnehmer geht von blutigen AnfängerInnen bis hin zu Profis … und alle kommen friedlich miteinander aus und spielen oft auch „Level“-übergreifend. 

 

Da es in diesem Jahr nur einen einzigen Kurs für die Mandoline gab (danke nochmal an Peter H.), konnte ich von Mittwoch bis Sonntag um 10 Uhr morgens anfangen mit tollen Leuten zu jammen und nach Tageswechsel wieder aufhören – unterbrochen von 4 Mahlzeiten und einem kurzen Mittagsschlaf. Es war eine wunderbare Zeit. Als ich mich Sonntagfrüh um 2 Uhr zum Jammobil aufmachte, war der Speisesaal immer noch hochgradig musikalisch aktiv. Dort soll bis zum Frühstück durchgespielt worden sein.

 

Wer es schafft, einen Platz auf dem Banjoree zu bekommen (es gibt einen festen Buchungsstartpunkt – und nach 5-10 Minuten sind meist alle Plätze weg), sollte unbedingt mal vorbeischauen.

 

Grassige Grüße und wieder ab in den normalen Jam-Betrieb

Wolfram 

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