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Prag Tag 4 - The last Jam

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22:53 Uhr: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Mit dem „Deep River Blues“ ist meine letze Jam gespielt – ich kann nicht mehr.   Heute morgen wollte ich noch mal artig an der Konferenz teilnehmen, doch die Augen meinten, sich langsam im großem Saal schließen zu wollen. Eigentlich der Vernunft ins Bett folgend kam ich an einer sehr feinen Jam vorbei …der Schlaf musste also warten. Und dann … saß ich neben der fantastischen Kylie Kay Anderson und ihre Finger machten mystische Dinge auf ihrer Mandoline - nun habe ich einen völlig neuen Ansatz, Mandolinen Chops zu variieren- allein dafür hat sich Prag gelohnt. Nachmittags war dann ein Workshop mit John Reischman, Steve Thomas, Don Rigby und Radim Zenkl. Mir war klar, dass der ‚Workshop‘ nur eine Q&A Session sein konnte – war aber für einen Zehner für einen guten Zweck nett und in Ordnung.   Nach dem Abendessen durfte ich dann eine zeitlang bei den „Großen“ mitspielen, sehr anstrengend, aber Wolfram sucht die H...

Prag Tag 3 - eine tolle Jam am Nachmittag

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Heute ging der Tag nach dem Lunch richtig gut los. Eine ziemlich nette Gruppe hat sich im vorderen Bereich der Conference-Lounge gefunden und wirklich über drei Stunden tollen Bluegrass gemacht. Banjo-Ingo war sich nicht zu schade, for the greater good stundenlang Kontrabass zu spielen und so die Jam immer wieder zusammen zu halten – schön ist, wenn der Bass einsetzt. Schweden, Tschechen, Franzosen, Italiener, Deutsche, Österreicher – alle eine große musikalische Familie. Und was ich die Tage noch nicht erwähnt hatte: Der „staubige Güterwagon“ ist die letzten Tage ein halbes dutzendmal durch Prag gerollt… Mission Accomplished :)         Mir ist aufgefallen, dass viele junge Frauen sich nicht mehr auf singen und drei Akkorde auf der Gitarre spielen beschränken, sondern Molly-Tuttle-Like Flatpicken was das Zeug hält – sehr cool. Nebenbei habe ich erfahren, dass es in und um Stockholm dreimal wöchentlich eine Bluegrass Jam gibt. Vielleicht sollte ich im Sommer nach Sc...

Prag Tag 2 - Von großen und kleinen Jams

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Der erste Morgen in Prag war recht unspektakulär. Habe mich leider nach dem Frühstück noch mal zum Zeitunglesen ins Bett gelegt – und bin um 12:00 Uhr wieder aufgewacht. Dann war auch gleich Zeit zum Check-in zum EBMA Summit.   Was mich immer wieder fasziniert ist, dass manche (fremde) Leute mich mit Namen begrüßen, obwohl mein Namensschild verdeckt ist, mit dem Hinweis, wo wir uns vor soundsovielen Jahren mal getroffen haben. Erinnern die sich dann an den grumpy Wolfram oder war ich in einer netten Phase  - dass wird wohl immer ein Rätsel bleiben :) Ich hatte ebenfalls die Freude, Rosta Capek, den Erbauer meiner Mandoline wiederzutreffen (der sich natürlich nach ihrem Befinden erkundigt hat) und  zum 1. Mal den Dr. Banjo, der mich seit Jahren mit exzellenten ArmRests versorgt.   Es gab dann gegen späten Mittag auch eine erste kleine Jam – zuerst nur Fiddle–Achim und ich, nachher saßen wir dann noch mit ein paar Leuten aus Frankreich zusammen. Leider wurden wir d...

Prag Tag 1 - eine kleine feine Jam

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Die Weiterreise  von Potsdam nach Prag war sehr angenehm und pünktlich. Ab Berlin Ostbahnhof hatte ich Gitarren–Charlotte an meiner Seite, und habe viel über Gitarren und Bluegrass gelernt. Einzig die Fahrt vom Bahnhof zum Hotel war etwas abenteuerlich, weil keiner vorher den Standort der Straßenbahn und die Haltestellen richtig rausgesucht hatte. Letztendlich hat alles geklappt und mit 1,64 € war es ein kostengünstiger Transfer zum Hotel. Banjo–Ingo konnte zum Glück bei der Rezeption schon einen kleinen separaten Raum raushandeln, so dass wir eine feine kleine Jamsession veranstalten konnten. Später kam noch ein Banjo-Peter aus Polen dazu, sodass es sogar eine länderübergreifende Jam war.  Und was war noch … ich konnte einen Blick auf John Reischman werfen, der grade in den Fahrstuhl eingestiegen war … yeahh. Morgen beginnt dann das EBMA Summit.   Grassige Grüße Wolfram