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Potsdam, Home of the Kontrabässe

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Am letzten Mittwoch des Monats findet die Bluegrass-Jam in Potsdam statt. Auch dieses Mal wurde das Untergeschoss des „Masala Rasoi“ in Potsdam bespielt. Einige Tische waren bereits mit normalen Gästen besetzt, die allerdings keine Anstalten gemacht haben zu fliehen, als dreizehn MusikerInnen ihre Instrumente ausgepackt und sich in einem großen Kreis formiert haben. Auch diesmal waren zwei Kontrabässe am Start und bis auf eine Dobro waren alle gängigen Instrumente vertreten. Es gibt wenig Restaurants, wo die Versorgung mit Getränken so schnell und reibungslos funktioniert – ein großes Lob.   Neu dabei war Gitarren-Zac, der erst vor einigen Wochen aus den USA nach Potsdam gezogen ist und durchaus nicht so bekanntes Liedgut im Gepäck hatte. In den über drei musikalischen Stunden wurden (für mich leider) auch jede Menge Fiddle-Tunes gespielt - bei über zehn SolistInnen hatten diese fast schon OldTime-Länge. Ich würde persönlich eher einen Timer vorschlagen, der nach 5 Minuten das Stüc...

Vom 3. Brunswick Breakdown und der Lions Jam

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  Der 3. Brunswick Breakdown war als Kombination von Konzerten und Jam-Session geplant. In diesem Jahr war der Saal etwas kleiner und im Haus der Kulturen, aber dafür gut gefüllt. Fünf Bands der Region Braunschweig präsentierten sich an zwei Abenden und auch Fans der Jam-Sessions hatten Ihre Freude. Am Freitag gab es eine kleine feine Jam im Saal nach den Konzerten. Einige Zuschauer sind noch dageblieben und hatten Spaß an den von versierten Jammern gespielten Songs und Tunes. Allerdings war nach ca. einer Stunde Schluss, es sollte ja am Samstag weitergehen. Samstagnachmittag war dann die normale Lions Jam im KufA-Haus mit ungefähr einem Dutzend MusikerInnen. Hier wird viel Wert darauf gelegt, dass auch Anfänger Ihren Spaß haben. Es wird in mittlerem bis langsamen Tempo gespielt und die Akkordfolgen liegen in der Mitte, so dass sie jeder sehen kann. Aber auch versierte Spieler habe hier die Chance, ihr Spiel zu reflektieren und die Sauberkeit und das Timing des eigenen Spiels zu üb...

Von Quarkbällchen und einer UnTonart in Göttingen

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  Auch heute habe ich etwas Wichtiges gelernt: In Göttingen kostet der Parkplatz auch am Feiertag (3. Oktober) 2,40€ die Stunde. Also musste ich mir in der Nacht auf Freitag mit dem Jam-Mobil noch eine andere Bleibe entlang der A7 suchen (was vor einem langen Wochenende eher nicht so einfach ist). Aber das nur am Rande. Diesmal war es in der ältesten Gaststätte Göttingens eine eher kleine Runde an MusikerInnen. Kein Banjo, keine Dobro, aber dafür zeitweise eine ziemlich coole Mundharmonika. Den sechs MusikerInnen standen zeitweise das Vierfache an interessiertem Publikum gegenüber – und somit war der kleine Schankraum des „Kleinen Ratskeller“ sehr gut gefüllt. Dass am späten Abend Bass-Rebekka mit einem leicht maliziösen Lächeln den nächsten Song in G#-Dur angekündigt hat, Fiddle-Cynthia und ich uns verzweifelt angesehen haben und Gitarren-Jan genüsslich den Capo auf den 1. Bund geschoben hat,  tat der guten Stimmung nicht wirklich einen Abbruch. Auf diese Tonart wird man...

Back to the „Irish Rover“

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Anscheinend habe ich den Glauben in die „Bahn“ noch nicht verloren oder bin einfach zu blöd, Nachrichten zu hören: Erst als ich auf den Weg nach Hamburg auf dem Bahnhof in Uelzen stand, wurde ich gewahr, dass mal wieder ein Stellwerk gebrannt hat und der Bahnverkehr im Norden mehr als nur gestört war. Trotzdem stieg ich in den verspäteten, überfüllten Metronom nach Hamburg ein … und natürlich der Wagon, in dem ich einen Platz gefunden hatte, wurde wegen einer Türstörung geräumt. Zum Glück lief ab dem Hamburger Hauptbahnhof der Abend viel besser: Mein Lieblings-Köfte-Lieferant am Großneumarkt hatte im Sommer sein Angebot nicht umgestellt, sodass ich satt und zufrieden in den Keller des Irish Rovers kam. Die erste Jam des Winterhalbjahres, also wieder im Irish Rover, war ziemlich spärlich besucht. Wir starteten mit drei MusikerInnen, deren Anzahl sich allmählich auf acht erhöhte. Ein Bass war diesmal nicht am Start, was der Musikalität jedoch keinen Abbruch getan hat. Auf dem kleinen erh...

Potsdam an den letzten Tagen des Sommers

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Männerschnupfen, ich sag nur Männerschnupfen. Deswegen komme ich heute erst dazu, von der schönen Jam in Potsdam letzte Woche zu schreiben. Wie immer am letzten Mittwoch im Monat trifft sich die Bluegrass- und Oldtime-Gemeinde im Restaurant „Masala Rasoi“. Das Bier (und andere Getränke) floss in Strömen und die Stimmung war gut. Es waren viele alte Bekannte und manche alte Bekannte dabei, die man lange nicht gesehen hatte. Die Fiddle-Tunes wurden zügig gespielt und sogar „Jambalaya“ in der 2-Tonarten-Umfassenden-Gitarren-Pommi-Version war zu hören. Es ist eine Jam für etwas erfahrenere SpielerInnen, doch zum Zuhören und lernen sind alle willkommen.   Grassige    Wolfram       

Ein lauer Sommerabend in Kassel

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Der „einLaden“ in Kassel, der nicht „Einladen“ sondern „einLaden“ heisst, war wieder der Ort der Kassel-Bluegrass-Jam in Nordhessen am Donnerstag Abend. Da es draußen noch recht warm war, konnte der kleine Bollerofen kalt in der Ecke stehen. An diesem Donnerstag war parallel eine (creepy) Gemüse-Foto-Ausstellung zu Gast und die Fotos an den Wänden haben schonmal den Hall etwas reduziert. Ansonsten wurden in erprobter Manier Decken und Jacken aufgehängt, um den Raum besser bespielbar zu machen. Insgesamt sieben MusikerInnen haben sich eingefunden und zum ersten mal war Mandolinen-Steffi dabei. Es glänzten allerdings Banjos und Fiddles durch Abwesenheit. Das wurde durch eine ziemlich coole Dobro kompensiert. Kassel ist meistens sehr songlastig, was mir entgegenkommt – wobei sich der ein oder andere „Fiddle“ Tune (ohne Fiddle) einschleicht. Die Jam ist mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass man sich auch an komplexere Stücke wagen kann. Dennoch finden auch AnfängerInnen Platz i...

Donnerstagabend in Göttingen

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Immer am 1. Donnerstag im Monat ist die Bluegrass-Jam im „Kleinen Ratskeller“ in Göttingen. Wer Old-Time Musik mag, sei an einem anderen Tag in der ältesten Gaststätte Göttingens willkommen. Natürlich ist trotzdem der ein oder andere Fiddle-Tune zu hören – da ist Mandolinen–Leif immer ein Quell guter Tunes. Sechs MusikerInnen standen circa 15 Gästen gegenüber, die größtenteils anscheinend auch wegen der Musik gekommen waren. So gab es nach den Stücken im allgemeinen Applaus. Und um das in Relation zu setzen: Der Schankraum ist mit 20 Personen gut gefüllt. Dobro-Howard war – wie immer – die Dobro der Herzen und die Abordnung aus Nord-Hessen wie immer ein Hort toller Songs. Wer eine kuschelige Jam in einer abgefahrenen Location mag ist hier in Göttingen immer richtig – nur die Parkplatzsituation ist sehr angespannt.     Grassige Grüße  Wolfram