Der Doppel-Wumms von Potsdam
Die 44. Jam-Session in Potsdam hatte eine Besonderheit – es waren gleich zwei Kontrabässe am Start. Die Jam, immer am letzten Mittwoch im Monat, ist in einem indischen Restaurant beheimatet mit exzellenter Getränkeversorgung. Da die normalen Gäste noch die Außengastro genossen, waren wir ziemlich ungestört im Untergeschoss. Nach der stark besuchten Jam im Juli wurde eher mit geringer Beteiligung gerechnet und vereinbart, mal anspruchsvollere Stücke anzuspielen, die schon eher in gut eingespielten Jams zu finden sind. Dann wurden es jedoch mit 11 Personen dennoch eine nicht ganz so kleine Runde … trotzdem gab es viele komplexe und neue Stücke auf hohem Niveau.
Der Raum selber hat schon eine recht anspruchsvolle Akustik, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Und es gab zwei Double Bass – Fluch oder Segen? Ich weiß es nicht. Einerseits machte es mir der Gesamtbass schwer, in den richtigen Groove einzusteigen. Beide Bassisten haben mit ihrem Können nicht hinter dem Berg gehalten ;) Außerdem machen zwei Bässe schon einen echten Doppel-Wumms, was auch die anderen MusikerInnen zu lauterem Spiel angeregt hat. Hinzu kam die Komplexität mancher Stücke - das war dann manchmal schon ein ziemliches Durcheinander. Anderseits macht es richtig Spaß, wenn es ordentlich Wumms macht und mal andere Stücke gespielt werden.
Die Jam in Potsdam sei empfohlen, auch wenn für mich persönlich die Instrumentalstücke, die in signifikantem Anteil gespielt werden, oft zu lange zelebriert werden.
Grassige Grüße
Wolfram

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